Neuropsychologische Untersuchung und Behandlung Nach einem Schlaganfall findet man häufig geistige Einschränkungen z. B. im Bereich der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses und Auffälligkeiten im Bereich der Wahrnehmung des eigenen Körpers, der Umgebung oder der eigenen Situation der Patienten. Diese Folgen hängen sehr stark von der Ausdehnung und der Region des Schlaganfalls ab. Die klinische Neuropsychologie befasst sich mit der neuropsychologische n Untersuchung und der Behandlung von Störungen höherer Hirnleistungen nach einer Gehirnschädigung. Wenn
sich die Abklärung möglicher neuropsychologischer Defizite während einer
Rehabilitationsbehandlung als sinnvoll erweist, erfolgt zunächst eine
Als Voraussetzung für eine erfolgreiche neuropsychologische Untersuchung und Behandlung muss zunächst eine vertrauensvolle Patient-Therapeuten-Beziehung entwickelt werden. Die neuropsychologische Untersuchung hängt auch ab vom Instruktionsverständnis, der Ausdauer und psychischen Belastbarkeit der Patienten. Das erarbeitete neuropsychologische Leistungsprofil sollte sowohl die kognitiven Schwächen als auch die Stärken der Betroffenen widerspiegeln. Nach der neuropsychologische n Untersuchung erfolgt dann eine auf die Belange der Patienten ausgerichtete Therapieplanung, bei der die festgestellten erhaltenen Leistungsressourcen und die Motivation berücksichtigt werden. Von Bedeutung ist hier auch speziell die Krankheitseinsicht der Betroffenen und das Erkennen der Notwendigkeit einer Behandlung. Es sollte neben der neuropsychologische n Untersuchung eine anamnestische Abklärung möglicher vorliegender psychopathologischer Auffälligkeiten erfolgen. Diese können dann entweder als unmittelbare Folge des Krankheitsereignisses oder als prämorbid, das heißt schon vor der Erkrankung bestehende vorhandene Problematik herausgearbeitet werden. Oft ist es sinnvoll, die Angehörigen mit dem Einverständnis der Patienten zur Erhebung fremdanamnestischer Daten hinzuzuziehen. Die dabei wechselseitig gewonnenen Erkenntnisse können kontinuierlich in die Behandlung mit einfließen. Parallel zum neuropsychologischen Funktionstraining sollte durch eine Verlaufsdiagnostik der Erfolg der Behandlung evaluiert und falls notwendig angepasst werden. Um eine eigenverantwortliche Mitarbeit des Patienten bei der Behandlung der neuropsychologischen Funktionsstörungen zu erreichen, sollten möglichst alltagsnahe, sowohl im Klinikalltag als auch im häuslichen Umfeld umsetzbare Anregungen und Übungen vermittelt werden. Bei Bedarf und Interesse kann auch anhand von computergestützten Trainingsprogrammen geübt werden. Während der gesamten
Behandlungsdauer sollte ein engmaschiger Kontakt zu den zuständigen Ärzten und
dem gesamten Therapeutenteam bestehen. Hierdurch werden die Betroffenen in der
Krankheitsverarbeitung unterstützt und finden Hilfen, wie sie ihr
Selbstwertgefühl wieder aufbauen und Ziele für ihr weiteres Leben finden können.
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unsere Chefärztin im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz. Sagen Sie uns
ruhig mal Ihre Meinung
Weitere
Fragen? Ihre Meinung?
Wicker
Klinik
Bad Homburg Kostenfreie Servicenummer: 0800 / 9 15 20 90 Haftungshinweis: |